Wie man den Haarausfall bekämpft?


Informationen zum Thema Haarausfall

 

Ursache

Zahlreiche Faktoren können zu verschiedenen Formen von Haarwachstumsstörungen führen. Am häufigsten verbreitet sind erblich und hormonell bedingte Formen des Haarausfalls. Oft können auch organische Erkrankungen, Medikamente, Spurenelementmangel, Haarbodenerkrankungen und psychische Belastung die Ursache bilden.

Symptome

Haarausfall von mehr als 80 bis 100 Haaren pro Tag. Bei Verdacht auszählen der ausgefallenen Haare beim Kämmen.

Erste Maßnahmen

Keine eigenen Therapieversuche. Abklärung durch den Hautarzt.

Besonderheiten

Die Diagnose eines Hautarztes gibt Aufschluß über die Form des Haarausfalls, deren möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Der Rat des erfahrenen Dermatologen erspart die Anwendung zweifelhafter Produkte.

Beschreibung

Die Anzahl der Kopfhaare variiert zwischen ca. 90.000 und 150.000 und ist abhängig von der Haarfarbe. Rothaarige haben die wenigsten Haare. Ein Haar wächst etwa 0,4 mm pro Tag. Täglich dürfen bis zu 100 Haare ausfallen.

Babyhaare enthalten Tausende von Pigmentzellen. Diese Pigmentzellen verstärken ihre Aktivität bis etwa zum 15. Lebensjahr und halten sie bis ungefähr zum 30. Lebensjahr relativ konstant. Danach nimmt einerseits die Zahl der Zellen selbst, andererseits ihre Aktivität Pigment zu bilden ab.

Haare haben keine lebenswichtige Funktion, besitzen aber, da sie unser Erscheinungsbild stark beeinflussen, große Bedeutung für die meisten Menschen. Jedes Haar bleibt etwa 3-4 Jahre auf dem Kopf. Dabei ist es ca. 3 Jahre in der Wachstumszeit und kommt dann in eine Übergangsphase von 1-2 Wochen. Schließlich tritt das Haar für 3-4 Monate in die Ruhephase ein, bevor es ausgestoßen und durch ein neues ersetzt wird. Schädigungen verkürzen die Wachstumsphase und führen zum verfrühten Übergang in die Ruhephase. Diese verläuft wieder normal, so daß 3-4 Monate später der Haarausfall auftritt, der auf die vorangegangene Schädigung hinweist.

Etwa ab dem 25. Lebensjahr beginnt das Haar zu verdünnen. Es fallen mehr Haare aus als nachwachsen. Man spricht erst bei einem Verlust von über 100 Haaren pro Tag von Haarausfall. Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die meisten Formen sind nicht erblich, sondern erworben.

 

Häufigste Ursachen für Haarausfall:

  • Ein natürlicher hormonell (andogenetische Alopecie) bedingter Altersvorgang bei Männern, der bis zur Glatze führen kann. Beginn und Intensität sind erblich bedingt.
  • Bei Frauen Verdünnung der Haardichte durch die Hormonumstellung, z.B. in den Wechseljahren, nach der Geburt eines Kindes oder nach dem Absetzen der Antibabypille (Erhöhung der männlichen Hormone). In der Schwangerschaft oder während der Einnahme der Antibabypille nimmt die Haardichte häufig zu.
  • Mechanische Beanspruchung (z.B. Zugwirkung streng abgebundener Haare), Druckeinwirkung (Bettlägerigkeit), oder chemische Belastung (z.B. ständige Dauerwellen oder Färbungen).
  • Einnahme starker Medikamente zur Krebstherapie (Chemotherapie) oder Bestrahlung.
  • Akute schwere Erkrankungen.
  • Streß.
  • Blutarmut.
  • Schilddrüsenerkrankungen.
  • Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen oder Aminosäuren.
  • Crash-Diäten.

 

Wann Sie zum Arzt müssen:

  • Wenn Ihnen auffällig mehr Haare ausfallen als bisher und Sie die Ursache Ihres Haarausfalls wissen wollen.
  • Um eine Grunderkrankung oder Hormonstörung auszuschließen.
  • Bei kreisrundem Haarausfall.
  • Haarbodenerkrankung.
  • Kopfschuppen sind meist nur ein kosmetisches Problem. Es können jedoch auch eine Schuppenflechte, ein Ekzem oder eine Pilzinfektion dahinterstecken. Spezielle Schuppenshampoos können hier helfen.

 

Tipps

  • Bei Verdacht auf vermehrten Haarausfall sollte einen Tag nach kräftigem Waschen der Haare mit dem Sammeln begonnen werden. Alle Haare, die man erwischen kann werden am besten täglich über eine Woche in einem Briefumschlag gesammelt. Als erster Hinweis kann das Kopfkissen zu Rate gezogen werden.
  • Alle, die häufig Pferdeschwänze tragen, sollten sich für eine andere Frisur entscheiden, wenn ihnen vermehrt die Haare ausgehen. Denn: Bei dieser Frisur wird ständig an den Haarwurzeln gezogen, so daß die Haare ausfallen können.
  • Wer merkt, daß er nach Streßsituationen zu Haarausfall neigt, sollte Entspannungsübungen zum täglichen Muß machen!
  • Bürsten oder kämmen Sie Ihr Haar immer sanft und nicht zu häufig. Verwenden Sie Bürsten oder Kämme ohne scharfe Kanten. Diese können die Haaroberfläche schädigen.
  • Langsames Trocken an der Luft ist das Beste für Ihr Haar. Beim Fönen ist darauf zu achten, dass die Föntemperatur nur lauwarm ist. Lockenstäbe sollten Sie aufgrund der starken Hitze nur sparsam anwenden.
  • Viel frische Luft und eine gesunde und vitaminreiche Ernährung sind auch Garanten für gesundes und schönes Haar.

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