Wie man Akne bekämpft?


Wie man Akne bekämpft?

 

Ursache

Hormonell, bakteriell, Kosmetika, Medikamente, durch Verunreinigungen (Schmutzstoffe).

Symptome

Mitesser (Komedonen), Zystchen, Pusteln und manchmal Knoten im Gesicht und auf der Schulter.

Erste Maßnahmen

Keine eigenen Therapieversuche! Fachdermatologische Therapie erforderlich, um insbesondere Narbenbildung zu verhindern.

Besonderheiten

Akneerscheinungen können durch geeignete therapeutische Maßnahmen gemildert oder beseitigt werden. Die frühe Behandlung kann weitreichende Hautschäden mit Narbenbildung verhindern.

Beschreibung

Insbesondere in der Pubertät verändert sich die Haut aufgrund eines sich umstellenden Hormonhaushaltes. Die Haut wird fettiger, Poren verstopfen, Pickel und Mitesser kommen zum Vorschein. Obwohl es sich in den meisten Fällen nur um ein vorübergehendes Phänomen handelt, wird das Erscheinungsbild doch als unangenehm und schwer zu ertragen empfunden.

Drei Faktoren sind hauptsächlich für die Bildung von Pickeln und Mitessern verantwortlich:

  1.  Die Produktion von überschüssigen Hauttalg (Sebum), denn die Talgdrüsen werden von den in der Pubertät vom Organismus gebildeten Hormonen stimuliert.
  2. Die Verhornung mit Verengung des Haarsebumkanals, der sich mit Resten der Hornzellen (abgestorbene Zellen) und Talg füllt, welcher im Übermaß produziert wird. Es sind die im Sebum klebenden Hornreste, die den Kanal erweitern und zur Verstopfung der Poren führen. Folge: Mitesser (Komedonen);
  3. Die Bakterien, die sich normalerweise tief im Haarkanal befinden, vermehren sich in den Komedonen. Diese Bakterien und ein in der Haut befindliches Enzym (Lipase) führen dazu, daß Sebum abgebaut wird und somit verursachen sie die Freisetzung aggressiver Fettsäuren. Diese greifen die Kanalwand an und schließlich sprengen sie sie, so daß der gesamte Inhalt des Haarkanals (Hornreste, Sebum und Mikroben) sich in die Haut ergießt. Was nun folgt, ist eine entzündliche Reaktion, die die Mitesser in mit Eiter gefüllte Pickel verwandelt.

Des weiteren können sich hässliche Narbenzüge, die sog Akne conglobata bilden, ein schweres, frühzeitig in die Hand eines erfahrenen Dermatologen gehörendes Krankheitsbild. In der Jugend ist die Ursache überwiegend in einem Überschuß an männlichen Hormonen sowie pathologischen Hautkeimen zu suchen. (Oft kommen auch noch psychologische Faktoren hinzu). Eine weitere Ursache kann im Umgang mit Schmierstoffen (KFZ-Gewerbe) oder direktem Kontakt zu Leder (Motorradhelme – Schwitzen und Reibung) liegen. Bekannt wurde auch das Auftreten von Akneschüben nach Umweltunglücken wie in Seveso (Dioxinakne) oder auch die sog. Chlorakne.

Unter Einwirkung von Sonnenlicht kann es zu Reaktionen der Haut auf Sonnenschutzmittel oder Kosmetika kommen. Die entstehenden Pickel sehen der normalen Akne sehr ähnlich. Diese Hautveränderung werden als Mallorca-Akne oder Acne aestivalis bezeichnet.

Im fortgeschrittenen Alter kommen bei Frauen oft auch hormonelle Einflüsse zum Tragen. Die Symptome reichen hier von leichten Akneformen um den Mund bis hin zu massiven Pickeln und sogar reaktiven psychischen Depressionen. Oft werden hier Umweltprobleme (Amalgam- / Schwermetallbelastung) angeschuldigt, in Wirklichkeit verbirgt sich oft ein relatives Östrogenmangel-Syndrom (Klimakterium) oder ein Auftreten von Zysten (Bläschen) an den Eierstöcken (Ausschluß durch Ultraschall – Frauenarzt!) hinter den beschriebenen Symptomen.

Definition: In der Pubertät und Adoleszenz auftretende polyätiologische* Erkrankung der talgdrüsenreichen Hautareale mit Seborrhoe, gestörter Follikelverhornung, sekundären entzündlichen Veränderungen und teilweiser narbiger Abheilung.

Epidemiologie: Eine der häufigsten Erkrankungen in der Dermatologie, praktisch bei jedem Individuum während der Pubertät in mehr oder minder starker Ausprägung vorkommend. Keine Geschlechtsprädisposition, wobei der Verlauf bei Männern oft schwerer ist; bei Frauen beginn oft schon während der Menarche. Familiär gehäuft schwere Fälle.

 

Tipps

  • Bereits bei der ersten Bildung von Mitessern in der Pubertät sollte ein Hautarzt um Rat gefragt werden.
  • Den sich vermehrt bildenden Talg und die Keime entfernt man am Besten durch das tägliche Waschen, insbesondere des Gesichts, mit einem speziellen Mittel (Syndet). Damit lassen sich auch die „verstopften“ Poren gründlich reinigen.
  • Ein mildes Peeling ein- bis dreimal pro Woche kann helfen, die Bildung neuer Mitesser zu vermindern.
  • Benzoylperoxidhaltige Präparate können farbige Kleidungsstücke bleichen. Die Anwendung in der Nähe des Haaransatzes sollte vorsichtig erfolgen.
  • Aknepräparate sollen die Verhornung lösen. Solche Produkte haben eine „schälende“ Wirkung und können die Haut austrocknen. Spezielle hautberuhigende und feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte können die Behandlung unterstützen

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