Was ist Psoriasis (Schuppenflechte)?


Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Mehr als 100 Millionen Menschen weltweit sind von ihr betroffen. Jeder Mensch kann Psoriasis bekommen. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Psoriasis ist eine Hauterkrankung, bei der die Produktion von Hautzellen erhöht ist. In der obersten Schicht der Haut werden ständig neue Zellen gebildet, die schließlich absterben und abgestoßen werden. Im Normalfall dauert dieser Vorgang etwa einen Monat – bei Psoriasis weniger als eine Woche. Als Folge entstehen auf der Haut gerötete, verdickte Flecken mit silbrig-weißen Schuppen.

Psoriasis auf der globalen Gesundheitsagenda

Im Mai 2014 verabschiedete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Resolution zum Thema Schuppenflechte. Dies ist ein wichtiger Schritt für Patienten, die an Psoriasis leiden. Diese sorgt dafür, das Bewusstsein für die Erkrankung weltweit zu steigern, und Stigmatisierungen und Diskriminierungen von Psoriasis-Patienten zu verringern. Damit sendet die Resolution eine deutliche, weltweit gültige Botschaft: Psoriasis ist eine ernsthafte Krankheit, die aufgrund ihrer entzündlichen Natur, der psychosozialen Folgen und der mit anderen chronischen Erkrankungen geteilten Risikofaktoren stärker im öffentlichen Bewusstsein wahrgenommen werden muss.

Die Anerkennung der Psoriasis durch die Weltgesundheitsorganisation wird dazu beitragen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die über 125 Millionen Psoriasis-Patienten zu lenken. Die nationalen Anstrengungen zur gesundheitsfördernden Aufklärung werden sich erhöhen. Die WHO hat einen Bericht über Psoriasis verfasst, den Sie hier einsehen können de.wikipedia.org.

Wer erkrankt an Psoriasis?

Jeder Mensch kann Psoriasis bekommen. Zwischen 2 und 3 % der Bevölkerung sind von der Hauterkrankung betroffen – Männer und Frauen gleichermaßen. Psoriasis kann man in jedem Alter bekommen, meist entsteht sie im Alter von 15 bis 25 oder um das 50. Lebensjahr herum.

Was verursacht Psoriasis?

Der genaue Grund für das Entstehen der Psoriasis ist unbekannt. Psoriasis ist nicht ansteckend: Sie kann weder durch die Berührung eines Erkrankten übertragen werden noch durch das Schwimmen im gleichen Schwimmbecken oder durch Intimkontakt. Psoriasis ist eine komplexe Erkrankung mit vielen möglichen Ursachen: Genetische, immunologische, umweltbedingte und psychische Faktoren können eine Rolle spielen. Diese Faktoren beeinflussen die Entwicklung der Hautzellen und beschleunigen ihre Erneuerung und Abstoßung. Bei Menschen mit Schuppenflechte dauert dieser Vorgang nur drei bis vier Tage. Die Zellen häufen sich an der Hautoberfläche an und bilden die für Psoriasis typischen Hautflecken, die sogenannten Plaques.

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