Die heilsame Wirkung der Ingwerknolle


Die Ingwerknolle erfreut sich größter Beliebtheit. Lange Zeit wurde der Ingwer vor allem in der Küche sehr geschätzt

Ob als leckere Zutat in Gebäck, wie dem klassischen „Gingerbread“, als fruchtig-scharfe Beigabe im indischen Curry oder als besonderes Tee-Erlebnis. Doch seit einigen Jahren macht nun auch die heilsame Wirkung der Ingwers die Runde. Wogegen die beliebte Wurzel genau hilft und wie sie zubereitet werden muss, um ihre Kraft in vollem Umfang entfalten zu können, haben wir einmal genauer unter die Lupe genommen.

Zugehörig zur Gruppe der Ingwergewächse stammt die Knolle, wie wir sie hierzulande kennen und schätzen, aus dem tropischen Südostasien. Die wertvollen Stoffe des Ingwers befinden sich im Wurzelstock. Dieser enthält bis zu drei Prozent ätherisches Öl, das die Stoffe Zingiberen, Curcumen und beta-Eudesmol enthält. Charakteristisch für die Ingwerknolle sind außerdem die enthaltenen Scharfstoffe Shogaole und Gingerole de.wikipedia.org. Diese Scharfstoffe verursachen beim Verzehr des Ingwers schnell ein brennendes Gefühl im Mundraum, außerdem regen sie die Schleimlösung in der Nase an.

Im Tee eignet sich Ingwer besonders gut bei Erkältungen

Studien haben ergeben, dass Ingwer schmerzstillend wirken kann. Laut einer wissenschaftlichen Studie der Universität Georgia habe Ingwer den Muskelschmerz der Studienteilnehmer im rohen Zustand um 25 Prozent senken können. Der gekochte bzw. erhitzte Ingwer hatte die Schmerzen um 23 Prozent senken können.

Bewiesen wurde außerdem die heilsame Wirkung des Ingwers bei anhaltender Übelkeit wie beispielsweise im Falle von Chemotherapie-Patienten. Häufiges Erbrechen sowie eine konstante Übelkeit sind eine häufige Begleiterscheinung der Chemotherapie. Eine Studie des All India Institute of Medical Sciences hat ergeben, dass die Übelkeit durch den Ingwer vor allem bei Kindern um ein Wesentliches vermindert werden konnte.

Ingwer gilt vor allem bei Erkältungskrankheiten als universales Heilmittel. Die scharfe Knolle lindert zuverlässig Schmerzen im Rachenraum sowie Beschwerden beim Schlucken. Wie bereits erwähnt, eignet sich Ingwer auch bei starkem Schnupfen. Die enthaltenen Scharfstoffe lösen den Schleim und Verstopfungen in den Nasennebenhöhlen. Dazu wirken sie entzündungsstillend.

Wer noch an den Mythos von den Karotten vertraut, deren Genuss das Sehvermögen stärken soll, kann nun auf die Wirkung des Ingwers umsteigen. Die Knolle soll dem Grauen Star vorbeugen bzw. die Entwicklung des Grauen Stars vor allem bei Diabetikern vorbeugen.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Allrounder anzuwenden. Besonders beliebt und verbreitet ist der sog. Ingwer-Tee. Ob bequem auf dem Sofa oder mobil aus der Thermoskanne im Büro; er passt zu jeder Gelegenheit. Für die Zubereitung wird die Wurzel in kleine Scheiben geschnitten (wenn es sich nicht um eine Bio-Knolle handelt, muss die Schale entfernt werden!) und mit heißem Wasser übergossen. Besonders gut schmeckt der Tee, wenn man einen Teelöffel Honig und ein wenig Zitronensaft hinzugibt.

Die Wirkung des Tees hat sich vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden, Erkältungskrankheiten, Menstruationsbeschwerden, als Mittel gegen Übelkeit und als den Stoffwechsel unterstützendes Mittel beim Abnehmen bewährt.

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